Die Erschließung transregionaler Wissenschaftsräume, die bislang nicht oder nur in geringem Maße mit der deutschsprachigen Rechtswissenschaft vernetzt sind, führt an Recht interessierte Forschende aus dem gesamten Spektrum der Geistes- und Sozialwissenschaften nach Berlin. Die Geschäftsstelle des Forschungsverbundes Recht im Kontext, die das Programm Rechtskulturen betreut, versteht sich bewusst als Knotenpunkt und Impulsgeber einer sozialen Infrastruktur in den Rechtswissenschaften und den benachbarten Geistes- und Sozialwissenschaften. Diese Infrastruktur verbindet nicht nur herausragende Postdocs und etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sie bezieht auch Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Promotionsphase und mitunter schon im fortgeschrittenen Studium mit ein.
Formate wie eine Rechtskulturen Summer School oder Winter School sollen künftig die Einbindung jüngerer Forscherinnen und Forscher in das Programm Rechtskulturen fördern.
Im Sommer 2011 begleitete die Geschäftsstelle des Forschungsverbundes beratend und unterstützend die inhaltliche Vorbereitung und Gestaltung des SIAS Summer Institute „Regulating the World Society: Law, Governance, and the Quest for Global Justice. A Reflection on Sources and Methods in Researching and Teaching Global Governance“, das von Prof. Dr. Alfred A. Aman (Indiana University, Bloomington) und Prof. Dr. Peer Zumbansen (Osgoode Hall Law School, Toronto/Hanse-Wissenschaftskolleg Bremen) geleitet wird und, am Wissenschaftskolleg koordiniert von Martin Garstecki, 2011/2012 in Berlin und Bloomington stattfindet. Gefördert von der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Mellon Foundation, bietet dieses Konferenzformat des Konsortiums „Some Institutes of Advancd Study“ (SIAS) 20 herausragenden Postdoktoranden und fortgeschrittenen Doktoranden die Möglichkeit, ihre eigenen Arbeitsvorhaben in einem interdisziplinären Begegnungsraum zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Gastdozenten des ersten Treffens, das vom 11.-22. Juli 2011 in Berlin stattgefunden hat, waren unter anderem Sebastian Conrad, Jost Delbrück, Petra Dobner, Regina Kreide und Nico Krisch. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit einer Rechtskulturen Lecture des indischen Völkerrechtlers Balakrishnan Rajagopal (Cambridge, Mass./Jerusalem) über „The Right to City as a Human Right“ hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während ihres Aufenthaltes in Berlin Gelegenheit zur Begegnung und Vernetzung mit den Mitgliedern des Berliner Seminars Recht im Kontext und dem weiteren Umfeld des Forschungsverbundes.










